18.11.2017 / Fotoreportagen / Seite 4 (Beilage)

Die Kraft der Schwachen

Kampf um Würde: Durch eine Besetzung ­organisieren in São Paulo Tausende Wohnungslose den sozialen Widerstand

Peter Steiniger

In der Nacht zum 2. September hielt die Realität Einzug in Assunção. Die Aktion war präzise geplant, vorbereitet seit Monaten. Sie kamen mit Bussen. Darin die Vorhut jener, die in diesem Land von Leuten mit viel oder etwas Geld nur Vagabunden oder Banditen genannt werden. Die Aktivisten des MTST, der »Bewegung der obdachlosen Arbeiter«, besetzten die Brachfläche, so groß wie ein Dutzend Fußballfelder, direkt neben Apartmenthäusern der gehobenen Mittelschicht. Die, die da kamen, waren Männer und Frauen mit viel Erfahrung in solchen Dingen. Mit dabei Guilherme Boulos, das bekannteste Gesicht des MTST. Sie pflanzten ihr Banner auf, mit Holzstangen und Planen errichteten sie erste Baracken. Eine der größten Besetzungsaktionen nahm hier in São Bernardo do Campo im Großraum São Paulo ihren Anfang. »Povo sem Medo« (Volk ohne Angst) nennt sie sich.

Dann begann der Aufbau der Zeltsta...

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