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11.11.2017 / Ausland / Seite 6

Koloniales Schauspiel

In Äquatorialguinea wird gewählt, in Paris geurteilt. Frankreichs Ausbeutungssystem in Westafrika bleibt

Christian Selz, Kapstadt

Am Sonntag stehen in Äquatorialguinea wieder einmal Wahlen an. Zumindest wird die Veranstaltung, an deren Ende das Parlament neu besetzt sein wird, häufig so bezeichnet. Die Demokratische Partei Äquatorialguineas (PDGE) des seit 1979 regierenden Staatspräsidenten Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, die bisher schon 99 von 100 Mandaten hält, scheint auch dieses Mal schon vorab als klarer Sieger festzustehen. Der internationale NGO-Zirkus nimmt die Wahl daher zum Anlass, einmal mehr die offensichtliche Korruption und Selbstbereicherung der politischen Elite des westafrikanischen Landes anzuprangern.

In Paris hatten Transparency International und die weniger bekannte französische Antikorruptionsorganisation Sherpa zu diesem Zwecke gar den Stellvertreter – und Sohn – des Staatschefs, Teodoro Obiang Nguema Mangue, bekannt als Teodorin, vor Gericht zerren wollen. Dem Sprössling warfen sie vor, mehr als das hundertfache seines offiziellen Salärs in Luxusgütern, PS-st...

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