09.11.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Attraktiver Konkurrent

Berlin und EU loten intensivere Zusammenarbeit mit China aus. Volksrepublik baut Rüstungsindustrie und internationale Stützpunkte aus

Jörg Kronauer

Die Forderung der deutschen Wirtschaft mit Blick auf den China-Besuch von US-Präsident Donald Trump ist klar: Es gelte, die Kooperation auszubauen, erklärte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, am Mittwoch – und zwar die Kooperation mit beiden, mit der Volksrepublik genauso wie mit den Vereinigten Staaten. Wie auch immer sich das Verhältnis zwischen den Großmächten unter Trumps erratischer Außenpolitik entwickeln mag, Kempf besteht mit Blick auf die immensen Geschäftschancen deutscher Unternehmen in beiden Ländern darauf: »Es gibt keine Alternative zum Dialog«.

Was dem Wirtschaftsvertreter Kempf so locker von der Zunge geht, bereitet den Strategen in den außenpolitischen Apparaten der Bundesrepublik und in den Denkfabriken schon seit geraumer Zeit Kopfzerbrechen. Denn die Volksrepublik, so hat es Ende Oktober Sebastian Heilmann formuliert, »drängt auf die internationale Bühne«. Heilmann ist Direktor des Mercator I...

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