02.11.2017 / Feuilleton / Seite 11

Die lauteste Ruhe

Zum Tode Daniel Vigliettis

Volker Hermsdorf

Daniel Viglietti, einer der bedeutendsten Sänger, Gitarristen und Songwriter Lateinamerikas, ist tot. Der 1939 in Uruguay geborene Musiker starb am Montag überraschend im Alter von 78 Jahren während einer Operation. Freunde und Weggefährten nahmen gestern in Montevideo mit einer Totenwache im Teatro Solís Abschied von dem bekanntesten Liedermacher des Landes. Sein letztes Konzert hatte Daniel Viglietti am Freitag in der Stadt Las Piedras dem vor 50 Jahren auf Befehl der CIA ermordeten argentinisch-kubanischen Revolutionär Che Guevara gewidmet. »Konsequent bis zum Ende«, kommentierte der linke Soziologe und Politiker Gustavo Leal den unerwartet zum Abschiedskonzert gewordenen Auftritt. Im Februar hatte Viglietti auf der Festveranstaltung zum 70. Geburtstag der Tageszeitung junge Welt mit seinem langjährigen Freund, dem Schauspieler Rolf Becker, und anderen auf der Bühne gestanden. Künstler in aller Welt äußerten nach dem Tod des Musikers und Aktivisten ihr...

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