01.11.2017 / Ausland / Seite 7

Präsident im Exil

Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont sieht sich weiter im Amt. Doch Widerstand gegen Madrid leistet er nicht

André Scheer

Carles Puigdemont versteht sich auch weiterhin als Präsident der Generalitat Kataloniens, auch seine Regierung sei weiterhin im Amt. Man habe aber darauf verzichtet, die Beamten der Administration zu einer Auseinandersetzung um die Hegemonie in Katalonien zu zwingen, erklärte Puigdemont in Begleitung mehrerer seiner Minister am Dienstag mittag bei einer Pressekonferenz in Brüssel. Es sei gleich, wie diese Geste von anderen aufgenommen werde, doch sie beweise, »dass die Katalanische Republik ein anderer Staat sein wird als ein solcher, wie sich der spanische Staat verhält«.

Er wies Gerüchte zurück, dass er in Belgien politisches Asyl beantragen wolle. Vielmehr sei er mit Teilen seines Kabinetts »in die Hauptstadt Europas« gekommen, um die Instanzen der EU dazu zu zwingen, sich zur Politisierung der Justiz in Spanien zu verhalten. Die spanische Generalstaatsanwaltschaft hatte zuvor Anklage gegen Puigdemont, seinen Vizepräsidenten Oriol Junqueras und andere ...

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