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27.10.2017 / Feminismus / Seite 15

Porno als Entwicklungshilfe

Frohe Botschaft: Alle können die eigene Lust entdecken. In Berlin wurden feministische »Poryes«-Awards an emanzipatorische Sexfilmerinnen verliehen

Sandra Schönlebe

Oh! Oh! Oh! Orgasmus! tönte es vergangenen Samstag durch den großen Saal des Theaters »Hebbel am Ufer« (HAU) in Berlin-Kreuzberg. Das »Freudenfluss«-Netzwerk hatte zur fünften Verleihung des »Feminist Porn Award Europe« geladen, eines Preises, mit dem die Gruppe um Moderatorin Laura Méritt seit acht Jahren herausragende Pornos auszeichnet, die ihrer Meinung nach auch feministisch sind.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Intendantin des HAU, Annemie Vanackere, die den enormen Männerüberschuss in der Theaterbranche thematisierte, erläuterten Méritt und Komoderatorin Janina Rook noch einmal die Kriterien, denen die prämierten Pornos genügen müssen: Diversität, Konsens und Fairness.

Mit der diesjährigen Verleihung wurde zudem ein Schwerpunkt auf den Bereich Bildung gelegt. So betonte Méritt im Laufe des Abends, dass die Produktionen nicht einfach nur Spaß bereiten, sondern den Zusehenden die Dinge beibringen und zeigen sollen, die Schule und klassische Sex...

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