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27.10.2017 / Ausland / Seite 6

Kampf gegen Sexismus

Ungarn diskutiert über zahlreiche Fälle sexualisierter Übergriffe. Besonders im kulturellen Bereich

Matthias István Köhler

Die Debatte um die Enthüllung von Fällen sexueller Belästigung im Rahmen der ­»#MeToo«-Kampagne hat die ungarische Gesellschaft erschüttert. Die in den sozialen Medien veröffentlichten Fälle und die Diskussion über die Stellung der Frau in der ungarischen Gesellschaft, die Frage nach den Gründen der immensen Zahl von Übergriffen, die heftigen Gegenreaktionen und das »Victim-blaming« haben zu einem ungeschönten Blick auf die ungarischen Verhältnisse geführt. Symbolisch für die Gewalt gegen Frauen wurde 2013 der Fall eines Abgeordneten der Regierungspartei, der seine Frau grün und blau geschlagen hatte und im Nachhinein behauptete, sie sei über den Hund der Familie gestolpert, einen blinden Komondor. Seitdem hat sich in Ungarn die Redewendung vom »Land des blinden Komondors« etabliert. Der Fall wurde zwar später aufgeklärt, der Schutz jedoch, den der Abgeordnete von seinen Kollegen genoss, sorgte für landesweite Empörung, wobei das Problem aber hauptsächlic...

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