21.10.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Aufschwung ohne Euro

Tschechien ist wirtschaftlich erfolgreich. Das soll so bleiben. Die EU-Gemeinschaftswährung ist dabei unerwünscht

Reinhard Lauterbach

Deutschlands südöstlicher Nachbar ist unter den neuen EU-Mitgliedsstaaten ein Sonderfall. Wo andere Länder – etwa im Baltikum – sich abgequält haben, die Maastricht-Kriterien zu erfüllen, um den Euro einzuführen, könnte Tschechien die Gemeinschaftswährung sofort haben. Aber es will nicht. Und auch die Wahl zum neuen Parlament – an diesem Freitag und Sonnabend – wird daran voraussichtlich nichts ändern.

»Der Euro ist für uns im Moment nicht vorteilhaft«, beantwortete der wahrscheinliche Wahlsieger, der Milliardär Andrej Babis, im Sommer entsprechende Fragen westeuropäischer Journalisten. Und das, obwohl 80 Prozent des tschechischen Exports in den Euro-Raum gehen, allein 35 Prozent nach Deutschland. Das Pro-Euro-Argument der wegfallenden Wechselkursrisiken und sinkenden Transaktionskosten verfängt zwar in Teilen der Geschäftswelt, nicht aber in der Gesellschaft. Die Bevölkerung des zehn-Millionen-Einwohnerlandes verbindet mit der Gemeinschaftswährung die Re...

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