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19.10.2017 / Ausland / Seite 7

Rakka ist frei!

Die Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« dürfte in Syrien militärisch geschlagen sein. Doch was kommt nun?

Peter Schaber, Hasaka

Zwischen Kartoffeln mit Bohnen und dem obligatorischen Tee nach dem Essen lässt die kurdische Genossin beiläufig den Satz fallen: »Ach, habt ihr schon gehört? Wir verkünden das Ende der Rakka-Operation.« Ich traue meinen Ohren kaum. Vor zwei Wochen, als ich zusammen mit anderen Internationalisten der Volksverteidigungseinheiten (YPG) in den Stellungen der südwestlichen Front um den Belagerungsring kämpfte, sah es noch so aus, als würde es zwei, vielleicht mehr Monate dauern, bis der IS aufgibt. Ich frage nach. »Ja, die Bande ist geschlagen. Es ist vorbei«, beteuert die gewöhnlich gut informierte Genossin.

Der Fall Rakkas ist ein historisches Ereignis. Mit ihm endet eine Ära. Der »Islamische Staat« wird vielleicht als dschihadistische Terrorgruppe weiterbestehen, die Anschläge verübt. Als eine Kraft, die Territorien besetzen und kontrollieren kann, sind seine Tage gezählt. Die wenigen Gebiete, die dem IS in Syrien etwa bei Deir Al-Sor noch verbleiben, sind...

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