17.10.2017 / Titel / Seite 1

Aufs falsche Pferd gesetzt

SPD gewinnt in Niedersachsen – und kann die Koalition mit den Grünen nicht ­fortsetzen. FDP schließt »Ampel« aus, Linke scheitert an Fünfprozenthürde

Jana Frielinghaus

Als eine Art Triumphator wurde Stephan Weil in den Montagausgaben vieler Medien präsentiert. Und gemessen an der historischen Pleite der SPD bei der Bundestagswahl am 24. September (20,5 Prozent), kann man den sozialdemokratischen Ministerpräsidenten von Niedersachsen auch als solchen sehen. Bei der vorgezogenen Landtagswahl am Sonntag kam seine Partei auf 36,9 Prozent der Stimmen, das ist gegenüber der vorangegangenen im Januar 2013 ein Plus von 4,3 Prozentpunkten. Das ist in dem Bundesland, in dem einst Altkanzler Gerhard Schröder herrschte, das beste SPD-Ergebnis seit 1998.

Und doch bleibt es ein klassischer Pyrrhussieg: Die amtierende Koalition mit den Grünen ist am Ende, denn letztere verloren satte fünf Punkte und kamen nur noch auf 8,7 Prozent der Stimmen, Die Linke scheiterte mit 4,6 Prozent an der Fünfprozenthürde. Weil hatte im Wahlkampf explizit das Ziel ausgegeben, die rote Konkurrenz aus dem Parlament fernzuhalten – und von vornherein ausgesc...

Artikel-Länge: 3440 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe