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23.09.2017 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Warlords und Wahlen

Arnold Schölzel

Am 4. September 2009 befahl der damalige Bundeswehr-Oberst Georg Klein US-Piloten, zwei Tanklastwagen in Nordafghanistan sowie die dort versammelten Menschen zu bombardieren. Das Resultat des Massenmords waren wahrscheinlich etwa 140 Tote. Das geschah gut drei Wochen vor der Bundestagswahl vom 27. September 2009. Mit vereinten Kräfte verhinderten Mainstreammedien und Bundesregierung, dass das Massaker oder gar die damals bereits fast acht Jahre andauernde »Landesverteidigung am Hindukusch« im Wahlkampfendspurt eine größere Rolle spielten.

Acht Jahre später wird die Sicherheit der Bundesrepublik immer noch in den afghanischen Bergen geschützt, seit 14 Tagen mit rund 3.000 US-Soldaten mehr. Deren Oberkommandierender, US-Präsident Donald Trump, erklärte dazu, er wolle sich nicht mehr um Staatsaufbau, Demokratie oder ähnlichen Klimbim kümmern, sondern zukünftig allein »Terroristen« killen. Das besagt: Nach 16 Jahren Krieg passt sich nicht Afghanistan dem West...

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