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21.09.2017 / Inland / Seite 5

Essen oder Strom bezahlen

Verbraucherportal: Hartz-IV-Regelsätze decken reale Energiekosten nicht. Die Kluft zum tatsächlichen Bedarf wird immer größer

Susan Bonath

Steigende Mieten und Lebensmittelpreise, hohe Stromkosten: Für 6,4 Millionen Hartz-IV-Bezieher und gut eine Million Sozialhilfeberechtigte wird die Teuerung immer mehr zum Problem. Ganze sieben Euro mehr gesteht die Bundesregierung Alleinstehenden ab 2018 insgesamt zu. Im Regelsatz von 416 Euro werden dann lediglich 35 Euro für den Posten »Wohnen, Energie und Wohninstandhaltung« enthalten sein – 58 Cent mehr als bisher. Darauf, dass diese Summe nicht einmal dafür ausreicht, die Stromrechnung zu begleichen, wies am Dienstag das Verbraucherportal Verivox hin. Nach dessen Berechnungen müssen Singlehaushalte im Schnitt gut 26 Prozent mehr als vom Gesetzgeber einkalkuliert bezahlen.

Den Angaben zufolge belaufen sich die tatsächlichen Kosten eines Alleinlebenden für die Grundversorgung mit Strom im bundesweiten Durchschnitt auf 44,30 Euro monatlich. Legt man die günstigsten Anbieter zu Grunde, seien es 40,50 Euro und damit immer noch 15 Prozent mehr, als im Reg...

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