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19.09.2017 / Titel / Seite 1

Personal oder Streik

Wieder ein Ausstand an Berliner Uniklinik Charité. Arbeitskampf ­entscheidendfür Krankenhausbelegschaften in ganz Deutschland

Johannes Supe

Als vor zwei Jahren, im Juni 2015, die Belegschaft der Berliner Universitätsklinik Charité in den unbefristeten Streik trat, faszinierte der Ausstand Beschäftigte in der ganzen Bundesrepublik. Denn gerungen wurde nicht um mehr Lohn, sondern um mehr Personal – und das erfolgreich, nach dem Arbeitskampf musste die Klinikleitung einem Tarifvertrag zustimmen. Nun wiederholt sich der Vorgang: Zum Wochenanfang legten die Charité-Beschäftigten abermals die Arbeit nieder, unbefristet. Neu ist, dass Klinikbelegschaften aus diversen Bundesländern mitziehen.

Hintergrund des Arbeitskampfs an der Berliner Uniklinik ist das Ringen um den »Tarifvertrag Gesundheitsschutz und Demografie«, in dem für diverse Krankenhausstationen Personalvorgaben enthalten sind. Die Leitung der Charité will die Vereinbarung lediglich verlängern, die Beschäftigten fordern Verbesserungen.

»Wir haben mit dem Tarifvertrag Mindeststandards festgelegt. Aber in jeder verdammten Schicht werden...

Artikel-Länge: 3422 Zeichen

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