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18.09.2017 / Ausland / Seite 7

Nazikollaborateure geehrt

Polens Parlament huldigt rechter Untergrundgruppe »NSZ«. Gedenkstätten für Rotarmisten werden derweilen geschleift

Reinhard Lauterbach, Poznan

Das Parlament in Warschau hat am Freitag einstimmig einen Beschluss zu Ehren der rechtesten Kräfte des polnischen Untergrunds während der deutschen Besatzung gefasst. Die Angehörigen der im September 1942 gegründeten »Nationalen Streitkräfte« (NSZ) hätten sich »um die Republik verdient gemacht«, heißt es in der Resolution zu deren 75. Gründungsjubiläum, an der es an Halbwahrheiten nicht mangelt: »Die meisten von ihnen« hätten sich 1944 mit der unter dem Befehl der bürgerlichen Exilregierung in London stehenden »Heimatarmee« (AK) zusammengeschlossen. Aber eben nicht alle. Ein Teil von ihnen habe sich »gemeinsam mit der ›Heiligkreuzbrigade‹ in den Westen abgesetzt«, weil sie »sich nie mit der Eroberung Polens durch die Sowjetunion abgefunden« hätten.

Hinter den salbungsvollen Worten verbirgt sich die Tatsache, dass die NSZ sich aus den Kreisen der polnischen Vorkriegsfaschisten rekrutierte, für ein autoritäres, ethnisch gesäubertes Polen mit katholischer St...

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