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13.09.2017 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Verschwindenlassen

Jessica Zeller

»Sie sind weder lebendig noch tot, sie sind verschwunden.« Mit diesem Satz umriss der damalige argentinische Diktator General Jorge Rafael Videla im Dezember 1979 auf einer Pressekonferenz mit ausländischen Journalisten den Ausnahmezustand, in den das Regime die Opfer der staatlichen Repression gebracht hatte, und ergänzte: »Solange es so ist, ist der Verschwundene eine unbekannte Größe. Wenn er wieder auftauchen würde, nun, dann bekäme er die Behandlung X. Und wenn sich herausstellt, dass er nicht verschwunden ist, sondern tot, bekommt er die Behandlung Z. Aber solange er ein Verschwundener ist, kann er keine besondere Behandlung bekommen.«

30.000 Verschwundene, auf spanisch »Desaparecidos«, gab es während der letzten argentinischen Diktatur, die zwischen 1976 und 1983 in dem südamerikanischen Land herrschte. Zwar praktizierten auch andere repressive Regime, insbesondere im Lateinamerika der 1970er und 1980er Jahre, die Praxis des »gewaltsamen Verschwind...

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