08.09.2017 / Sport / Seite 16

Die Keilerei ums rote Ei

Wie man sich einen Arbeitersport vorstellt: Zu Besuch beim Australian Football in Berlin

Maximilan Schäffer

Daniel Wylie sitzt im Schillerpark, Berlin-Wedding, und hat wenig Ahnung. Der 25jährige kommt aus Neuseeland. Er hat noch nie im Leben Australian Football gesehen. Man könnte ja vermuten, dass »Kiwis« und »Kängurus« sich kulturell gar nicht so unähnlich sind. Auf der Maori-Insel aber beherrschen die pechschwarzen Rugbyhelden, »All Blacks«, den Sportzirkus, während sich in Sydney oder Melbourne jährlich um die 100.000 Verrückte für »Aussie Rules« versammeln. Tatsächlich die bestbesuchte Vereinssportveranstaltung der Welt.

Derart hohe Besucherzahlen sind möglich, weil das reguläre Spielfeld riesig ist. Bis zu 185 x 155 Meter Platz – ein Kricketfeld, zwei Fußballfelder, sieben Basketballfelder – darauf ganze 36 Mann gleichzeitig. Ursprünglich wollte man so die Kricketspieler über den Winter fit halten. Schnell war klar, dass zwei Stunden Völkerschlacht noch viel mehr Spaß machen, als über die Dauer einer gesamten Woche hinweg ein paar Holzstäbchen zu verteid...

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