30.08.2017 / Ausland / Seite 7

Das Lachen ist ihm vergangen

Guatemalas Regierungschef Jimmy Morales steht unter Korruptionsverdacht. Verfassungsgericht stoppt geplante Ausweisung des UN-Ermittlers

Volker Hermsdorf

Für Guatemalas Staats- und Regierungschef Jimmy Morales ist der Spaß nach anderthalbjähriger Amtszeit vielleicht schon bald wieder vorbei. Die UN-Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala (CICIG) und die Generalstaatsanwaltschaft des Landes haben Korruptionsvorwürfe gegen ihn erhoben. Noch in dieser Woche will der Oberste Gerichtshof entscheiden, ob sich der frühere Berufsclown demnächst vor der Justiz verantworten soll. Hebt das Parlament danach die Immunität des Präsidenten auf, ist der Weg für einen Prozess frei.

Am Sonntag jedoch hatte der Präsident CICIG-Chef Iván Velásquez zur »unerwünschten Person« erklärt. Der UN-Ermittler, der in Guatemala Probleme wie Korruption, Kinder- und Zwangsarbeit oder kriminelle Netzwerke ins Visier nimmt, müsse das Land sofort verlassen. Tausende Menschen gingen daraufhin auf die Straße. Sprecher verschiedener sozialer Bewegungen verlangten den Rücktritt des Präsidenten. »Iván bleibt, Jimmy geht«, skandierten Demonst...

Artikel-Länge: 4121 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe