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26.08.2017 / Geschichte / Seite 15

Rassistischer Bann

Vor 60 Jahren verweigerten der Gouverneur von Arkansas und ein Mob weißer Bürger schwarzen Schülern den Zutritt zur High School von Little Rock

Jürgen Heiser

Zu Beginn des Schuljahres im Herbst 1957 sollten überall in den USA schwarze und weiße Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Das hatte der Oberste Gerichtshof der USA im Klageverfahren »Brown gegen Board of Education« drei Jahre zuvor entschieden. Das Verfassungsgericht der USA hatte die »Rassentrennung in öffentlichen Schulen« in seiner Grundsatzentscheidungen als »verfassungswidrig« gebrandmarkt und die Schulbezirke aller US-Bundesstaaten angewiesen, schwarze Schülerinnen und Schülern in bislang nur von Weißen besuchte staatliche Schulen aufzunehmen. Zu dieser Zeit galten in zahlreichen US-Bundesstaaten noch Segregationsgesetze, die vorschrieben, schwarze und weiße Schüler getrennt zu unterrichten. Der Widerstand der weißen Bevölkerung gegen den Richterspruch erwies sich gerade in den Südstaaten als so penetrant, dass der Gerichtshof 1955 mit »Brown II« eine zweite Entscheidung fällte, die jene von 1954 bekräftigte und die Behörden aufforderte, schwarz...

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