26.08.2017 / Ausland / Seite 7

Türkischer Vasallenstaat

Ankara setzt Provinzgouverneur für Nordsyrien ein und plant Ausweitung der Besatzungszone

Nick Brauns

Vor einer Versammlung von Ortsvorstehern hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Mitte der Woche die Ernennung eines Provinzgouverneurs, eines Vali, für die »unter unserer Kontrolle« stehende Region im Norden Syriens bekanntgegeben. Deutlich wird so, dass Ankara offenbar gewillt ist, sich dieses Gebiet ins eigene Staatsgebiet einzuverleiben.

Die türkische Armee und mit ihr verbündete Einheiten der »Freien Syrischen Armee« (FSA) hatten nach ihrem Einmarsch im Rahmen des Angriffs »Schutzschild Euphrat« vor einem Jahr während achtmonatiger Kämpfe nördlich von Aleppo ein 2.000 Quadratkilometer umfassendes, dreieckiges Gebiet zwischen den Grenzstädten Dscharabulus und Al-Rai sowie Al-Bab unter ihre Kontrolle gebracht. Ziel des Einmarsches war es, einen Keil zwischen die mehrheitlich von Kurden bewohnten Selbstverwaltungskantone Kobani und Afrin zu treiben und so die Bildung ei...

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