26.08.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Würfel sind gefallen

Die Entlassung von US-Chefstratege Stephen Bannon im Weißen Haus ist ein ­beispielhafter Machtkampf der Klassenfraktionen

Ingar Solty

Donald Trumps US-Präsidentschaft war seit ihrem Beginn von Querelen geprägt. Nicht lange nach seinem Amtsantritt Mitte Januar beschwerten sich die ersten Kabinettsangehörigen über Maulwürfe in den eigenen Reihen, die der Presse Informationen zuspielen würden, um einzelnen Regierungsmitgliedern zu schaden. Ein entsprechendes Misstrauen dominiert seither das Klima im Weißen Haus; ständige Kabinettsumbildungen sind die Folge. Vor vier Wochen etwa musste der neue Leiter der Kommunikationsabteilung der Regierung, Anthony Scaramucci, nach nur sechs Tagen wieder seinen Hut nehmen, da er in einem Interview mit dem US-Magazin The New Yorker Trumps Stabschef, Reince Priebus, als »Maulwurf« und »fucking paranoid schizophrenic« (etwa: verdammt paranoiden Schizophreniker) bezeichnet, eines »Verbrechens« bezichtigt und Priebus' baldigen Rücktritt angekündigt hatte – der zwei Tage danach tatsächlich erfolgte. Im selben Interview betonte der 53jährige Investmentbanker e...

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