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28.08.2017 / Inland / Seite 8

»Fluchthelfer wie Schwerverbrecher behandelt«

In Berlin stehen vier Männer wegen gewerbsmäßiger Schleusung vor Gericht. Ein Gespräch mit Benjamin Düsberg

Johannes Supe

Am Dienstag wurde der Prozess gegen vier Männer, denen »gewerbsmäßige und bandenmäßige Schleusung« vorgeworfen wird, vor dem Berliner Landgericht fortgesetzt. Sie sind Anwalt, der häufig Fälle im Bereich der Strafverteidigung übernimmt. Den Prozess haben Sie als Beobachter verfolgt. Was ist Ihnen aufgefallen?

Ich kenne nicht die Akte, spreche also nur als Beobachter. Die vier Männer – sie sind Familienväter, die in Spandau leben und libanesische Pässe haben – sollen syrische, irakische und afghanische Flüchtlinge aus Italien, Ungarn und Österreich nach Deutschland gebracht haben. Ihnen wird nicht vorgeworfen, den Flüchtlingen geschadet, sie verletzt, erpresst oder ausgebeutet zu haben. Bestraft werden soll, dass sie den Flüchtlingen zu ihrem Recht auf Flucht verholfen haben.

Die Flüchtenden werden dabei »Schleusungswillige« genannt, die Angeklagten »Schleuser«. Man könnte auch einen anderen Begriff nutzen: Fluchthilfe. Denn das wäre es, was sie der Sache ...

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