22.08.2017 / Inland / Seite 8

»Fühlten uns nicht von der Polizei geschützt«

Bei einem Berliner Aufmarsch schlugen sich deutsche und türkische Faschisten. In Gefahr waren auch andere. Gespräch mit Hakan Tas

Lothar Bassermann

Am Samstag fand in Berlin-Spandau ein Neonaziaufmarsch zu Ehren des Kriegsverbrechers Rudolf Heß statt, Antifaschisten blockierten die Demonstration. Sie waren als Beobachter dort, was haben Sie gesehen?

Am Bahnhof Spandau trafen sich in der Mittagszeit rund 900 Neonazis, beschützt wurden sie von einem riesigen Polizeiaufgebot. Auch Beamte aus anderen Bundesländern waren zugegen. Meiner Meinung nach hätte man es gar nicht soweit kommen lassen müssen. Die Versammlungsbehörde beziehungsweise Innensenator Andreas Geisel, SPD, hätte die Möglichkeit gehabt, den Aufmarsch aufgrund der Verherrlichung des deutschen Faschismus bereits im Vorfeld zu verbieten. Auch wenn Geisel die Nazis am Samstag in den Medien als »Arschlöcher« bezeichnete, wurde es doch erst durch ihn möglich, dass sie einige hundert Meter durch Spandau laufen konnten. Ich bin aber froh, dass mehrere tausend Menschen am Samstag in den unterschiedlichen Ecken des Stadtteils unterwegs waren, um dag...

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