22.08.2017 / Ausland / Seite 7

Aufgewertete Peripherie

Bundespräsident Steinmeier schaut ab heute im Baltikum nach dem Rechten und dem Wohlergehen deutscher Interessen

Reinhard Lauterbach

An sich liegen die baltischen Staaten aus fast jeder denkbaren Perspektive am Rande. Insofern ist es erklärungsbedürftig, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in dieser Woche gerade Estland, Lettland und Litauen mit einem Besuch beehrt. Nur, um mit jungen Letten über den Umgang mit »sozialen Netzwerken« zu diskutieren oder in Estland zum Allerweltsthema »Deutschland und Estland – wechselvolle Geschichte, gemeinsame Zukunft« zu referieren, wie die offizielle Vorabmeldung des Präsidialamtes ankündigt, reist Steinmeier sicher nicht in den Nordosten des EU- und NATO-Territoriums.

Den Interessen der BRD am Baltikum dürfte einer der Programmpunkte in Litauen gegen Ende der Woche entsprechen: ein Besuch bei der ­NATO-Truppe in der Stadt Rukla. Für das in Litauen stationierte verstärkte Bataillon ist die Bundesrepublik »Rahmennation«, das heißt, sie stellt etwa die Hälfte der Soldaten und organisiert die Infrastruktur.

An schwerem Gerät hat die BRD sechs ...

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