22.08.2017 / Inland / Seite 2

»Daten von Passanten könnten erfasst werden«

Beim Pilotprojekt zur Gesichtserkennung werden viel mehr Informationen erhoben, als den Testpersonen mitgeteilt wurde. Gespräch mit Kerstin Demuth

Ralf Wurzbacher

Seit Anfang August läuft am Berliner S-Bahnhof Südkreuz ein Pilotprojekt zur Gesichtserkennung, an dem die Deutsche Bahn, das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei sowie das Bundesinnenministerium beteiligt sind. Eine der Testpersonen, die sich freiwillig von speziellen Kameras scannen lassen, ist der Vereinsvorsitzende von Digitalcourage, der Künstler und Netzaktivist »Padeluun«. Der lässt die Verantwortlichen mit seiner neuesten Entdeckung jetzt ziemlich dumm aussehen. Worum geht es?

Voraussetzung zur Teilnahme an dem Versuch war die Einwilligung der Probanden, einen Transponder »im Kreditkartenformat« bei sich zu tragen. Das dient der Überprüfung, ob die Gesichtserkennung anschlägt, wenn die Person sich am Bahnhof aufhält. Nun hat man den Leuten aber keinen Transponder mit RFID-Chip geschickt, sondern I-Beacons. Das ist ein batteriebetriebenes Bluetooth-Gerät, das aktiv verschiedenste Daten mit einer Reichweite von bis zu 20 Metern aussendet. Unter ande...

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