14.08.2017 / Inland / Seite 5

Versprechen gebrochen

Schleswig-Holsteins Grünen-Umweltminister Habeck lässt AKW Brokdorf wieder ans Netz

Reimar Paul

Das im Februar wegen rostiger Brennstäbe vom Netz genommene Atomkraftwerk Brokdorf an der Unterelbe produziert wieder Strom und Atommüll. Ende Juli hatte das von Robert Habeck (Die Grünen) geführte Energiewendeministerium in Schleswig-Holstein die Zustimmung zum Wiederanfahren des Reaktors erteilt.

Dabei sind die Ursachen für die ungewöhnlich starken Korrosionsschäden an mehreren Brennstäben des Reaktors nach wie vor nicht geklärt. Im Februar hatte Habeck noch zugesichert, dass Brokdorf nicht wieder ans Netz gehen dürfe, bevor die Vorgänge im Inneren des Reaktors, die zu den rätselhaften Oxidablagerungen führten, restlos aufgeklärt und behoben seien.

Bei der bislang letzten planmäßigen Revision Anfang Februar entdeckten Ingenieure, dass etliche Brennstäbe zu stark oxidiert waren. Oxidablagerungen sind dort an sich nichts Ungewöhnliches: Sie entstehen, wenn sich die metallene Außenhaut im Kühlwasser mit Sauerstoff und Wasserstoff verbindet. Grenzwerte lege...

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