12.08.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kriminologischer Branchenvergleich

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Der gerade ablaufende Wahnsinn des Autoskandals zeigt gewisse Parallelen mit dem Ausbruch der Finanzkrise vor zehn Jahren. Ähnlich ist ganz offensichtlich das Fehlverhalten der Spitzenmanager der Branche. Sie betrügen in beiden Fällen die Kundschaft und schaden der Allgemeinheit. Gemeinsam ist den Skandalen der beiden Branchen auch deren innige Verbundenheit mit »ihrer« staatlichen Aufsicht, die die kriminelle Praxis ermuntert und sie damit als normale, nicht kriminelle Praxis einordnet.

Typisch in beiden Fällen sind auch die Ablenkmanöver. Kaum war der »Dieselgipfel« in Berlin vorbei, als auch schon ein Pseudoskandal von der Bild-Zeitung lanciert wurde. Dass Stephan Weil (SPD) als Ministerpräsident von Niedersachsen und Mitglied des VW-Aufsichtsrates seine Reden mit den Managern des Konzerns abstimmt, ist längst übliche Praxis und gehört zu den weniger schlimmen Aspekten der Unterordnung der Politik unter das Kapital. Wenn zugleich die Beteiligung N...

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