12.08.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Der Riese liegt am Boden

Brasiliens Ansehen in der Welt ist gesunken. Dessen Präsident zieht im Überlebenskampf alle Register

Peter Steiniger

Seit 2014 steckt das größte Land Südamerikas in einer dramatischen Krise. Der Rückgang der Weltmarktpreise hat Brasiliens Ökonomie – auf den Export von Rohstoffen und Agrarprodukten ausgerichtet – schrumpfen lassen. 2017 hat sich diese Negativentwicklung verlangsamt, von einer echten Trendwende kann jedoch keine Rede sein. Nach Angaben des brasilianischen Statistikamtes sind derzeit 13,5 Millionen Brasilianer ohne festen Job, das Durchschnittseinkommen der Beschäftigten liegt bei umgerechnet 596 Euro. Viele Brasilianer verdienen deutlich weniger, gehen informellen Tätigkeiten nach. Nach wie vor zählt Brasilien zu den Ländern mit der größten Ungleichheit.

Die Misere ergänzt eine anhaltende chaotische Staatskrise, angeheizt von Korruptionsskandalen, in die Politiker bis hinauf zu Staatschef Michel Temer verwickelt sind. Dieser war im Mai 2016 an die Macht gekommen. Die legitime Präsidentin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei (PT) wurde Opfer eines fade...

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