28.07.2017 / Inland / Seite 4

Keiner will es gewesen sein

Behörden schieben Geflüchtete nach Italien ab, wo diese verarmt auf der Straße landen

Gitta Düperthal

Angst greift bei afrikanischen Flüchtlingen um sich. Erst kürzlich, am 3. Juli, habe eine »verdeckte Deportation« aus Wuppertal nach Italien stattgefunden, so Araz Ardehali von der »Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen« am Dienstag gegenüber junge Welt. Die Betroffenen hätten gar nicht gewusst, dass sie »zurückgeführt werden sollten« – so nämlich heißt es in der Amtssprache, wenn nach der Dublin-III-Regelung Geflüchtete dahin zurückgeschoben werden, wo sie erstmals einen Fuß auf europäischen Boden gesetzt, ein Asylverfahren begonnen oder abgeschlossen haben. Acht Geflüchtete seien zunächst in eine Unterkunft nach Ratingen gebracht worden, um tags darauf im Morgengrauen an den Flughafen Düsseldorf gebracht und nach Milano ausgeflogen zu werden, sagte Ardehali. Zuvor hätten sie keinerlei Informationen erhalten. Am Schwarzen Brett der zentralen Unterbringungseinheit des Landes, dem ehemaligen Art-Hotel im Wuppertaler Stadtteil Heckinghau...

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