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24.07.2017 / Ausland / Seite 7

Gift im Vorgarten

Im niederländischen Dordrecht sorgt ein US-Chemieunternehmen für einen Umweltskandal

Gerrit Hoekman

Die Einwohner der niederländischen Stadt Dordrecht sollten bis auf weiteres kein Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten essen. Zumindest wenn sie in einem Umkreis von einem Kilometer um die Fabrik des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemours wohnen. Einer Untersuchung der Freien Universität Amsterdam zufolge ist der Boden erheblich mit krebserregenden Stoffen verseucht. Das teilten die Wissenschaftler am Freitag mit.

Die Chemours Company produziert in Dordrecht Teflon und benutzte dazu jahrzehntelang den giftigen Stoff Perfluoroctansäure (PFOA), der sich nur schwer im menschlichen Körper abbaut. 2012 ist Chemours auf die GenX-Technologie umgestiegen, die PFOA überflüssig macht. Die Wissenschaftler fanden aber nun auf den Blättern der Pflanzen und im Gras eine so hohe Konzentration des Stoffes, dass ein schlimmer Verdacht aufkam: »Auf der Basis der Resultate sieht es so aus, als ob Chemours eventuell überhaupt nicht aufgehört hat, PFOA zu benutzen«, wird ...

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