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19.07.2017 / Ausland / Seite 6

Die Piraten des Lago Maggiore

Auf ihre Kündigung reagieren Schweizer Fährschiffer mit einem Arbeitskampf

Florian Sieber

Es brauchte nur einen Arbeitskampf, um aus braven Tessiner Fährleuten echte Freibeuter zu machen. Mitte Juni erfuhren die 34 Beschäftigten der italienischen Fährschiffgesellschaft Lago Maggiore (NLM), dass ihr Unternehmen sie auf die Straße setzen will. Darauf reagierten die Kollegen mit einem unbefristeten Streik. Dessen Motto: »Wenn sie uns arbeitslos machen wollen, werden wir zu Piraten!« 20 Tage währte die Arbeitsniederlegung – und dauerte damit deutlich länger als die meist auf nur einen Tag beschränkten Streiks in der Schweiz. Am vergangenen Freitag teilten die Gewerkschaften das Ende des Kampfs mit: Alle Forderungen der Beschäftigten seien vom Unternehmen erfüllt worden.

Dabei ist der Teil des Lago Maggiore, der in der italienischsprachigen Schweiz liegt, kein Ort, an dem man einen ausgedehnten Arbeitskampf vermuten würde. Gutbetuchte Rentner nutzen die Region als Altersdomizil, an Wochenenden pilgern Menschen aus allen Landesteilen zum See, um ...

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