17.07.2017 / Politisches Buch / Seite 15

Sozialistische Alternative

Siegfried Prokop zeichnet die Geschichte der DDR im Kampf um eine bessere Welt nach

Rainer Holze

Der Autor Siegfried Prokop fordert in seinem Buch »Die DDR hat’s nie gegeben«, die Existenz der DDR dürfe nicht als Vorgeschichte ihres Endes interpretiert werden. »Das Muster ›Abstieg auf Raten‹ ist zu simpel.« Eine Interpretation der Geschichte des sozialistischen Staates bedürfe der strikten Sachlichkeit. Wo diese verlassen werde, stehe auch die Akzeptanz durch die betreffende Bevölkerung in Frage.

Von diesem Credo lässt sich der angesehene marxistische Zeithistoriker konsequent leiten. Prokop war von 1983 bis 1996 Professor für Zeitgeschichte am Institut für Geschichte der Humboldt-Universität zu Berlin, nahm Gastprofessuren in Paris, Moskau und Montreal wahr und hatte u. a. von 1994 bis 1996 den Vorsitz der Alternativen Enquetekommission »Deutsche Zeitgeschichte« inne. Für ihn reicht es keinesfalls aus, nur die repressive Seite des DDR-Staates in den Mittelpunkt zu stellen, um dessen Herausbildung, Stabilität und schließlichen Untergang zu erklären u...

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