15.07.2017 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Kein Hafengeburtstag

Zehntausende demonstrierten in Hamburg friedlich gegen den G-20-Gipfel. Das ­passte der Polizei gar nicht

André Scheer

Als alles vorbei war, am Montag nach dem G-20-Gipfel, schrieb mir ein Freund: »Es ist so ruhig hier! Wo ist der Hubschrauber?« Er wohnt in Hamburg, nicht weit entfernt von den Messehallen, in denen sich die Staats- und Regierungschefs ihr Stelldichein gaben, und von den Schauplätzen der Demonstrationen, Blockaden und Auseinandersetzungen. Wochenlang hatten sich die Einwohner damit abfinden müssen, dass rund um die Uhr Helikopter über ihren Köpfen lärmten und ihnen den Schlaf raubten. Verkehrsbehinderungen waren schon lange vor dem Gipfeltermin an der Tagesordnung, denn die Polizei probte ihre Einsätze.

Obwohl der Erste Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) noch kurz vor dem Treffen den G-20-Gipfel mit dem jährlich in Hamburg gefeierten Hafengeburtstag verglichen hatte, wurde die Hansestadt in den Belagerungszustand versetzt. Ein 38 Quadratkilometer großes Areal wurde zum Sperrgebiet erklärt, damit die hohen Herren und wenigen Damen störungsfrei vom Flughafen zu...

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