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15.07.2017 / Feuilleton / Seite 10

Das Klopapier in der Kunst

Blatt für Blatt erobern: Dieses Jahr bespielt das Künstlerinnenkollektiv Endmoräne eine stillgelegte Papierfabrik in Eberswalde

Pia Rosenbaum

Ein einzelnes Blatt Papier ist federleicht, lässt sich vom Wind verwehen oder vom Regen aufweichen. 100 oder gar 1.000 Blätter haben schon mehr Gewicht. Gebunden trotzen sie Wind und auch längere Zeit Wasser. Geduldig sei Papier, heißt es, aber einer Zerreißprobe hält es meist nicht stand.

22 Künstlerinnen vom Verein Endmoräne wollten nun wissen, welche Bilder in der Auseinandersetzung mit dem Thema Papier entstehen können – weil sie ihre alljährliche Ausstellung diesmal für drei Wochen in einer maroden, ehemaligen Papierfabrik in Eberswalde veranstalten. »Weiße Schatten« haben die Künstlerinnen ihre Schau genannt. Wenn sie die Papierfabrik verlassen, lösen sich auch ihre Arbeiten wieder auf. Und schon vorher haben sie sich verändert, weil sich beispielsweise der Regen, der durch die kaputten Decken oder Fensterkrater prasselt, an ihren Werken zu schaffen gemacht hat.

Erste solcher Spuren waren vorige Woche, zur Halbzeit der Ausstellung, zu sehen. In eine...

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