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15.07.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Den Schwund verwalten

Mit den Umstrukturierungen reagiert Verdi auf abnehmende Mitgliederzahlen. Ein Kommentar

Johannes Supe, Andrea Walter

Die Probleme von Verdi will man nicht haben. Die abnehmende Zahl der Mitglieder bringt die Gewerkschaft in eine schwierige Situation: Beschäftigte, die Verdi den Rücken kehren, zahlen auch keine Beiträge mehr. Die aber werden gebraucht, um den Apparat der Gewerkschaft aufrechtzuerhalten.

Nun hat die Gewerkschaft aus verschiedenen Gründen nicht an Einnahmen verloren. Doch den gegenüber 2002 um etwa vier Prozent gestiegenen Einnahmen steht eine Inflation gegenüber, die deutlich stärker angezogen hat. Zudem wurde gerade in den vergangenen Jahren die Streikkasse durch größere – und nur mäßig erfolgreiche – Ausstände belastet. Es müssen also Mittel zurückgelegt werden. Hätte die Gewerkschaft heute noch so viele Mitglieder wie zur Zeit ihrer Gründung, stünde sie bedeutend besser dar.

Die Situation hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass freigewordene Stellen im Hauptamt häufig nicht oder erst nach langer Zeit neu besetzt wurden. Doch an den Gewerkschaf...

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