12.07.2017 / Inland / Seite 4

»Aziz Tunc muss raus aus dem Lager«

PEN-Zentrum solidarisiert sich mit geflüchtetem türkischen Schriftsteller und fordert Asyl für ihn

Gitta Düperthal

»Ich möchte Sie herzlich begrüßen«, sagte Aziz Tunc. Als wolle er erst gar keine bedrückte Stimmung aufkommen lassen, gab der vor etwa einem Jahr aus der Türkei geflüchtete Schriftsteller vergangenen Donnerstag in Hanau den aufmerksamen Gastgeber. Zu Besuch gekommen waren der Vizepräsident des PEN-Zentrums Deutschland, Sascha Feuchert, und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Jeanne Flaum.

Das Treffen fand in der Sammelunterkunft für Geflüchtete in der ehemaligen US-Kaserne in Hanau-Wolfgang statt. Dort muss Tunc derzeit sein Dasein fristen (siehe jW vom 29.5.). Feuchert und Flaum mussten von den Anliegen, die Aziz Tunc dann äußerte, nicht erst überzeugt werden. »Leben und schriftstellerisch tätig sein kann hier niemand«, konstatierte der PEN-Vizepräsident. Das PEN-Zentrum – die Abkürzung steht für Poets, Essayists, Novelists – engagiert sich für inhaftierte Autoren und für Literaten im Exil. Tunc berichtete, wie er und seine Angehörigen in der Türkei ver...

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