08.07.2017 / Ausland / Seite 8

»Wir wollen nicht noch einen Krieg«

Kurdisches Gebiet Afrin fürchtet Angriffe durch das türkische Militär. »Freie Syrische Armee« schießt schon jetzt. Gespräch mit Sinam Mohammed

Wolfgang Pomrehn

Afrin, der westlichste Teil Rojavas und ganz im Nordwesten Syriens gelegen, wird von der kurdischen föderalen Verwaltung kontrolliert. Doch aus der Region kommen beunruhigende Nachrichten. Können Sie uns dazu Näheres ausführen?

Das türkische Militär zieht vor der Ostgrenze Afrins und auf dnm syrischen Gebieten, die es vor einigen Monaten besetzt hat, Truppen, Artillerie und Panzer zusammen. Auch die sogenannte Freie Syrische Armee, die türkische Interessen verfolgt, ist dabei. Sie beschießen seit einigen Tagen die Grenzdörfer im Norden und Nordosten von Aleppo. Viele Menschen sind schon gestorben, die meisten von ihnen waren Zivilisten. Türkische Einheiten und ihre Verbündeten sind auch dabei, die Olivenbäume zu fällen, von denen die Menschen leben.

Haben Sie an die Verbündeten Ankaras, also an die Regierungen der EU-Staaten und an die USA, appelliert zu intervenieren? Und haben Sie sich auch an Russland gewandt?

Ja. Man hört uns zwar zu, aber niem...

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