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01.07.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Shell erneut am Pranger

Kein Heimspiel für Ölkonzern: Witwen ermordeter Umweltschützer aus Nigeria fordern vor niederländischem Gericht Entschädigung

Gerrit Hoekman

Vier Witwen aus Nigeria haben am Donnerstag vor einen niederländischen Gericht eine Zivilklage gegen den Ölkonzern Shell eingereicht. Die Frauen werfen dem Multi vor, mitschuldig am Tod ihrer Ehemänner zu sein, die 1995 von der Militärdiktatur unter »Präsident« Sani Abacha wegen Mordes gehängt worden waren. Menschenrechtsgruppen sprachen von einem skandalösen Schauprozess, in dem Shell (Royal Dutch Shell PLC, ein niederländisch-britischer Öl- und Energiekonzern) eine undurchsichtige Rolle spielte. Die vier Frauen fordern nun eine finanzielle Entschädigung.

Ihre Männer gehörten mit fünf anderen zur Aktivistengruppe »Ogoni Nine«, die gegen die massiven Umweltsünden des Ölmultis im Nigerdelta protestierten. Die rücksichtslose Förderung in der Region verschmutzt bis heute Land und Trinkwasser des Volks der Ogoni. »Man konnte das Öl im Wasser sehen«, erinnert sich Esther Kiobel, eine der Klägerinnen, in einem Interview mit Amnesty International (AI). Die Organi...

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