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28.06.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Lebensrettung oder Koma?

Rom rettet heimische Banken mit 17 Milliarden Euro. Andernfalls drohe ein »Schock«. Doch die Krise sitzt tiefer

Simon Zeise

Die große Enteignung schreitet voran. Am Sonntag abend genehmigte die EU-Kommission der italienischen Regierung ein Bankenrettungsprogramm in Höhe von bis zu 17 Milliarden Euro. Die Geldhäuser Banca Populare di Vicenza und die Veneto Banca sind insolvent und müssen abgewickelt werden. Das Geldhaus Intesa Sanpaolo wird die gesunden Teile der Pleitebanken übernehmen, die faulen Kredite werden in eine »Bad Bank« ausgelagert. Das Handelsblatt musste am Dienstag zur Kenntnis nehmen: »Die ganze Aktion ist nicht nur ein enttäuschender Rückfall in die Zeiten der Finanzkrise. Die Rettung auf italienische Art versetzt auch der Idee einer europäischen Bankenunion einen schweren Rückschlag.«

Die Richtlinien der »EU-Banken­union« untersagen eigentlich einen »Bail-out«, den Einstieg des Staates in systemrelevante Geldhäuser. Zumindest auf dem Papier. Doch Rom gab zu Protokoll, von systemerhaltenden Maßnahmen könne keine Rede sein. Die Ausnahme griff. Stellt sich die...

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