22.06.2017 / Ausland / Seite 6

Integriert oder marginal

Die Linke in den G-20-Staaten. Heute: Russland. Die KPRF ist in das politische System ­eingebunden. Andere Kräfte suchen nach einer Strategie

Reinhard Lauterbach

Auf den ersten Blick steht die Linke in Russland nicht schlecht da. Die Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) musste zwar bei den Parlamentswahlen 2016 deutliche Verluste hinnehmen, ist aber mit 13,3 Prozent der Stimmen nach wie vor die stärkste Oppositionspartei des Landes. Mit 157.000 eingetragenen Mitgliedern ist sie nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch relativ zur Gesamtbevölkerung (140 Millionen) stärker in der Gesellschaft verankert als in Deutschland die Linkspartei (58.000 Mitglieder gegenüber 80 Millionen). Auf ihren Demonstrationen werden regelmäßig Stalin-Porträts herumgetragen, Fragen nach der Einschätzung seiner Herrschaft werden gern mit dem Verweis beantwortet, dazu habe der 20. Parteitag 1956 alles Erforderliche gesagt. Im zweiten Satz folgt dann die Aussage, man möge bitte über den Repressionen den Sieg im »Großen Vaterländischen Krieg« und die Industrialisierung des Landes nicht vergessen.

Allerdings ist die KP...

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