19.06.2017 / Inland / Seite 5

Gutscheine statt Arbeitsrecht

Discounter Lidl expandiert in die USA. Hierzulande werden Betriebsräte blockiert und Arbeitsplätze überwacht

Simon Zeise

Wieder mal wird deutsche Qualitätsware exportiert. Der Lebensmittelhändler Lidl hat am Donnerstag in den USA seine ersten zehn Filialen eröffnet. In den Bundesstaaten Virgina, North und South Carolina wurden die ersten Geschäfte eingeweiht, im Laufe des nächsten Jahres sollen an der Ostküste Hunderte weitere folgen. Am frühen Donnerstag morgen kampierten die ersten Kunden in Virgina-Beach vor noch verschlossenen Ladentüren. Sie wollten in der Morgendämmerung die ersten sein, die ihre als Werbegeschenke erhaltenen Gutscheine einlösen durften.

Lidl-Boss Klaus Gehrig sagte der Heilbronner Stimme vom Samstag: »Der Start in neue Länder ist immer gut.« In Europa verkauft der Konzern seine Produkte bereits an 11.463 Standorten. Erst in vier Wochen könne man beurteilen, wie der Markteintritt gelaufen sei. Hundertprozentig zufrieden sei er nie, so Gehrig. Was grämt den Manager noch? Vielleicht seine Angestellten. Die streikten am Freitag im Rahmen der Tarifauseinan...

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