19.06.2017 / Titel / Seite 1

Staatsgewalt in Aktion

Schlagstockeinsatz gegen kurdische Linke, Pfefferspray gegen Antifablockaden: Die Berliner Polizei hatte einen bewegten Tag

Claudia Wangerin und Lothar Bassermann

Während ein Aufmarsch der rechten »Identitären Bewegung« am Samstag in Berlin von Antifaschisten blockiert wurde, griff die Polizei eine Demonstration überwiegend kurdischer Linker mit Schlagstöcken und Pfefferspray an. Mindestens fünf von ihnen wurden vorübergehend festgenommen, zwei so erheblich verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten – einer von ihnen blutete stark aus einer Kopfwunde. Andere beteiligten sich nach den Übergiffen trotz Augenreizungen und Hämatomen an einer spontanen Sitzblockade, mit der die Freilassung der Festgenommenen gefordert wurde.

Bereits um 12 Uhr hatten sich mehrere hundert Kurdinnen und Kurden sowie einige Deutsche vor dem Rathaus Berlin-Tiergarten versammelt, um unter dem Motto »Solidarität mit Rojava und Sengal« gegen Organisations- und Flaggenverbote des Bundesinnenministeriums zu protestieren. Viele der Teilnehmer wollten sich danach dem Protest gegen die »Identitären« am Nordbahnhof anschließen, dazu ha...

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