10.06.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die »ersten Opfer«

Regierung in Manila lockert den im Zuge der Krise um Katar verhängten Ausreisestopp von Arbeitsmigranten in das Emirat

Thomas Berger

Eine schnell wachsende Metropole an der Ostküste einer kleinen Halbinsel am Persischen Golf, die aussieht wie ein Wurmfortsatz, der aus dem südlich gelegenen Nachbarland Saudi-Arabien entspringt: Doha, aus dem trockenen Wüstensand gestampfte Stadt aus Beton, Stahl und Glas wäre ohne Hunderttausende Arbeitsmigranten, vor allem aus dem Mittleren und Fernen Osten, nicht existent. Und vor allem nicht ohne die immensen Erdgasvorkommen dort. Letztere haben das Emirat Katar zum weltgrößten Exporteur von Flüssiggas und die Herrschenden steinreich gemacht. Seit fast einer Woche steht der Kleinstaat im Zentrum eines politischen und wirtschaftlichen Machtkampfes der Region. Nachbarstaaten werfen der herrschenden Monarchie der Al-Thani-Sippe Unterstützung des Terrorismus vor und haben ein umfassendes Embargo, ja fast eine Blockade, gegen den Kleinstaat verhängt. Das hat auch Auswirkungen Tausende Kilometer weiter östlich auf die Philippinen.

200.000 Filipinos in Katar

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