10.06.2017 / Titel / Seite 1

Katerstimmung in London

Großbritannien: Konservative Tories stärkste Partei, aber ohne eigene Mehrheit. Sozialdemokraten legen deutlich zu

Christian Bunke, Manchester

In britischen Medienzirkeln kursiert die Geschichte, dass Medienmogul Rupert Murdoch die Wahlparty seiner Londoner Tageszeitung Times am Wahlabend um kurz nach 22 Uhr wutschnaubend verlassen haben soll. Der Grund: Die ersten Hochrechnungen zeigten ein deutlich besseres Ergebnis für die sozialdemokratische Labour-Partei, als dies die auf der Insel herrschenden Oligarchen erwartet hatten.

Premierministerin Theresa May war in den Wahlkampf mit dem Vorhaben gestartet, ihre parlamentarische Mehrheit auszubauen, um die Opposition zu neutralisieren. Statt dessen stehen die Tories jetzt mit zwölf Unterhaussitzen weniger da. Labour gewann hingegen 29 hinzu. Die Konservativen haben insgesamt 319 Sitze errungen, Labour kommt auf 261. Während den Konservativen der erhoffte Durchmarsch durch die roten Kerngebiete in Nordengland und Wales misslang, feierte Labour Wahlerfolge in konservativen Hochburgen wie Canterbury. Klare parlamentarische Mehrheiten gibt es nach d...

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