08.06.2017 / Ausland / Seite 6

Ankara bangt um seinen Partner

Die Türkei sieht die Katar-Krise als Bedrohung. Das Land pflegt eine wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit Doha

Nick Brauns

Seit Ausbruch der Katar-Krise übt sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in hektischer Telefondiplomatie, um zwischen den Golfstaaten zu vermitteln. Gespräche wurden seit Wochenbeginn mit dem katarischen Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, dem saudischen König Salman bin Abdulasis Al Saud, dem kuwaitischen Emir Scheich Dschaber Al-Ahmed Al-Sabah sowie dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt, meldete die regierungsnahe Tageszeitung Daily Sabah.

Am Montag hatten Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Jemen ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und Sanktionen gegen das Land verhängt. Der Vorwurf lautete, dass das Golfemirat durch die Unterstützung terroristischer Gruppierungen wie der Muslimbrüder, Al-Qaidas und des »Islamischen Staats« (IS) zur Destabilisierung der Region beitrage. Hauptgrund für die von US-Präsident Donald Trump bei seinem jüngsten Saudi-Arabien-Besuch nach dessen eigen...

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