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20.08.2002 / Ansichten / Seite 3

Datenleck bei Lufthansa: Waren’s US-Geheimdienste?

jW fragte Andy Müller-Maguhn, Sprecher des Chaos Computer Club und Europavertreter im Direktorat des Internationalen Internet Kontrollgremiums ICANN

Till Meyer

F: Die selektive Veröffentlichung von Daten über Lufthansa-Bonus-Meilen, vorzugsweise von Politikern der Regierungskoalition und der PDS, wirft die Frage auf, wo die Daten herkommen.

Das haben wir bei uns auch lange diskutiert. Wie von der jungen Welt am Montag berichtet, waren es ja die Bundestagsabgeordneten selbst, die mit dem Terrorismusbekämpfungsgesetz den sogenannten Sicherheitsbehörden, etwa dem Bundesamt für Verfassungsschutz, den Zugriff auf eben diese Daten ermöglichten. Daß sich die Abgeordneten dann wundern, daß diese Daten auch wieder irgendwo auftauchen, entbehrt natürlich nicht einer gewissen Ironie.

F: Ist das wirklich die einzige Möglichkeit, an die Daten zu kommen? Kommen nur Geheimdienste in Frage?

In der Tat ist die Datenschutzsituation nach dem 11. September in vielen Bereichen geschwächt. So ist im Falle der Lufthansa ein Zugriff nicht nur innerhalb des Unternehmens selbst und für die bundesdeutschen Behörden möglich, sond...





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