03.06.2017 / Inland / Seite 4

Mietrebellen gegen Immobilienkonzern

Berlin: Proteste bei Aktionärstagung der »Deutsche Wohnen«. Neue Studie zu sozialem Wohnungsbau

Anselm Lenz

Der Berliner Wohnungsmarkt erzeugt immer krassere Widersprüche. Während der Vorstandschef Michael Zahn und dessen Stab beim Aktionärsmeeting des Immobilienkonzerns »Deutsche Wohnen« am Freitag neue Renditeziele und die Umwandlung der Firma in eine »Societas Europea« (SE) verkündeten, hatten sich 170 Mieter des Wohnungsverwerters draußen vor der Tür versammelt. Aus neun Siedlungen der Deutsche Wohnen AG waren Bewohner und Vertreter von Ini­tiativen gekommen, um ihren Unmut über Mieterhöhungen, Verdrängung und Schikanen auszusprechen – in der Mehrzahl ältere Leute. Kampfeinheiten der Berliner Polizei aus drei Mannschaftswagen postierten sich auf dem Vorplatz der Berliner Firmenvilla.

»Der Eigentumsbegriff bekommt wieder feudalistische Züge«, sagte Barbara von Boroviczeny, Sprecherin der Initiative Mieterinnen-Südwest, die selbst in der privatisierten Sozialbausiedlung »Onkel Tom« am Rande Berlins wohnt. Seitdem die »Deutsche Wohnen« ihre Siedlung in Besi...

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