30.05.2017 / Inland / Seite 5

Shoppen bis zum Umfallen

Am schleppenden Umsatz im Einzelhandel knabbern große Warenhäuser. Auf Entlassungen soll Sonntagsarbeit folgen

Simon Zeise

Die Innenstädte würden veröden, wenn Warenhäuser geschlossen werden müssten, erklärte der Vorstandsvorsitzende von Karstadt, Stephan Fanderl, bei der Präsentation der Initiative »Selbstbestimmter Sonntag« am Montag in Köln.

Online-Händler hätten gegenüber traditionellen Warenhäusern einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Sie erwirtschafteten zwischen 20 bis 30 Prozent ihrer Umsätze an Sonntagen, die Warenhäuser müssten zuschauen, erklärte der Chef des KaDeWe, André Maeder. Er, Fanderl und weitere Vorstandsvorsitzende fordern die Deregulierung der Sonntagsarbeit. »Wir wollen Waffengleichheit«, sagte Mae­der mit Verweis auf die Konkurrenten aus dem Internethandel. Die Verbote für Öffnungen an Sonntagen seien »eine Bevormundung der Kunden«. Fanderl argumentierte liberal: Die Menschen müssten selbst entscheiden können, wann sie arbeiten oder einkaufen wollten. Shoppen sei ein »fundamentaler Teil der Beschäftigung an Sonntagen«. Die Warenhäuser wollten nicht ...

Artikel-Länge: 4361 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe