29.05.2017 / Ansichten / Seite 8

Opposition im Labyrinth

Wahlen in Venezuela

André Scheer

Das Labyrinth ist seit Gabriel García Márquez eine gern benutzte Metapher für ausweglose Situationen in Lateinamerika. Hatte der Literaturnobelpreisträger den Irrgarten noch mit Venezuelas Nationalhelden Simón Bolívar in Verbindung gebracht, scheint sich heute die Opposition des südamerikanischen Landes in Sackgassen und Irrwegen verlaufen zu haben.

Monatelang hatten die Regierungsgegner nach »Wahlen« gerufen und sich beschwert, dass die Entscheidung über die Gouverneure der Bundesstaaten und der Regionalparlamente, die bereits im vergangenen Jahr fällig gewesen wäre, noch immer nicht angesetzt worden war. Diese Kritik hatten durchaus auch Regierungsanhänger geteilt, denn durch die nur mühsam zu rechtfertigende Verzögerung setzte Venezuelas Nationaler Wahlrat (CNE) seinen Ruf aufs Spiel, transparente und faire Wahlen zu gewährleisten. Diese Fähigkeit war ihm in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten international bestätig...

Artikel-Länge: 2893 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe