18.05.2017 / Ansichten / Seite 8

Liebesgeld

Marcon gefällt dem Finanzkapital

Hansgeorg Hermann

Als Emmanuel Macron am vergangenen Sonntag endlich dort stand, wohin der erst 39jährige »mit dem Ungestüm eines Eroberers« strebte – so sieht es sein Ministerpräsident Edouard Philippe –, da schien die im Festsaal des Élysée-Palast versammelte Machtelite des Landes seltsam gerührt. Mit Macron, dachte wohl auch die Mehrheit des vor den Fernsehgeräten versammelten französischen Volkes, hatte es endlich einer geschafft, der anders ist als alle anderen und das – in verschiedenen Rollen – auch zeigt.

Macron-Bonaparte, der Revolutionär. Macron-Napoleon, der Imperator. Macron, nicht zuletzt, der harte, aber gerechte Einiger der Nation. Macron, der gewählte Präsident, der auf dem Streitwagen, einem bulligen Jeep der Armee, die Champs Élysées zum Grab des »unbekannten Soldaten« fährt. Dieser Macron, der schon in der Schule als talentierter Schauspieler auffiel, hat in den vergangenen zehn Mo...

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