16.05.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Infarkt in der »Herzkammer«

Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen: SPD und Grüne abgewählt. CDU trotz zweitschlechtestem Ergebnis ihrer Geschichte stärkste Partei

Lenny Reimann, Düsseldorf

Die nordrhein-westfälische Landesregierung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen ist am Sonntag abgewählt worden. Die SPD fuhr in NRW das schlechteste Ergebnis seit 1947 ein. Schon kurz nach den ersten Wahlprognosen trat die sichtlich angeschlagene Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) vor die Presse und erklärte ihren sofortigen Rücktritt als Landeschefin ihrer Partei und als stellvertretende Bundesvorsitzende.

Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis verloren die Sozialdemokraten gegenüber 2012 fast acht Prozentpunkte und konnten nur 31,2 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen. Krafts Herausforderer Armin Laschet (CDU) gelang es, das Ergebnis der CDU um rund sieben Prozentpunkte auf 33 Prozent zu verbessern. Drittstärkste Partei wurde die FDP. Sie errang ein Spitzenergebnis von 12,6 Prozent, das zweitbeste ihrer Geschichte in NRW (das beste erzielte sie 2009 mit 14,9 Prozent). Die AfD zog erstmals in den Düsseldorfer Landtag ein. Zwar erhielte...

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